So jetz hat uns Leonidio entgültig gefesselt. Nachdem wir Sivriankinos geklettert sind, wo es Hammerklettereien gab, sind wir gestern an der Mad Wall gewesen, da die Bewölkung es zuliess an südlichem
Hammerfels zu klettern. Wie überall in der nahen und fernen Gegend hinterliessen auch hier die schweizerischen Gebrüder Remy intelligent und gut gebohrte Klettertouren, die nicht selten über 30m lang
sind. Traumhafte Felsqualität muss aber auch bei bewölktem Himmel in 30min schweisstreibender Arbeit erlaufen werden. "Seichnass inkl. Unterhosen"! Die Kletterei genossen wir bis zum allerletzten
trockenen Moment und fuhren nach dem Schnellabstieg mit den Bikes zurück zum Camping, wo wir ja inzwischen einquartiert sind. Und dann kam die Sinnflut. Wir retten in letzter Sekunde noch
Kletterrucksack und Equipment in den Bus und harrten aus. Der Sturm brachte Starkregen, der zeitweise 5cm über den Camping floss. Zum guten Glück haben wir nicht gestern gewaschen und die ganze
Wäsche zum Trocknen aufgehängt. Das haben wir heute morgen gemacht. Intuitiv gut geplant.
Es läuft aber nicht alles rund, nach dem wir Probleme mit der Wasserinstallation im Bus hatten und dies erfolgreich beheben konnten, stieg uns vor Tagen der Kompressorkühlschrank aus. Zu viel
Technik! Und das nachdem wir bereits einmal Probleme hatten und diese eigentlich fachmännisch beheben liessen. Da bei Aufenthalten an heissen Stellplätzen, die zweite Batterie nur zwei Tage hält,
wurde sie über die erste Batterie zusätzlich abgesichert. Nun handelt es sich aber nicht um ein elektrifiziertes Problem, sondern um ein Defekt des Kompressors.
Heute hatten wir daher ein Reperaturmorgen. Campingnachbarn waren so nett und halfen tatkräftig mit unseren Bus auszuhöhlen und den Kühlschrank auszubauen, um der Fehlerquelle auf den Grund zu
gehen. Spannungsmessungen mit allerhand Geräten und Lötkolbeneinsatz brachte leider keinen Erfolg. Michael und seine Tochter Nicole halfen uns geduldig und wir luden sie zu einem Capuccino ein.
Gute Gespräche liessen meinen Frust vergessen, danach steuerten wir mit ihnen zusammen ein Klettergebiet an. Die Routen waren im Fridi härter bewertet, kürzer, aber insgesamt doch lohnend.