#9 marina di ginosa mit anna und giuseppe

Nachdem wir Tropea in Richtung Bari verlassen haben, fahren wir durch Kalabrien und erreichen Apulien. Nach weiteren 350km legen wir in Marina di Ginosa einen Stop ein. Um uns  in guter Startposition für Bari zu halten. Von Bari wurden wir abgehalten einen Stop einzulegen, da es viele Gauner gebe. So geniessen wir zwei Nächte auf einem Stellplatz bei der italienischen 6-fachen Nonna Anna und Giuseppe, dem älterem knorrligen Ex-Schweizer Saison-Baustellenarbeiter. Sie behandeln uns daher, wie die eigenen Grosskinder und die Deutschen platzieren sie in der Ecke...
Nachdem wir der stark erkälteten Anna ein Pfefferminz-Täfeli verabreichten und ihren Geschichten von früher in der Schweiz horchten, durften wir auch einmal gratis duschen und erhielten einen eigenen WC-Schlüssel. Am Abend genossen wir einen Schlummertrunk an einem Fest, wie ich vernahm irgendein Unabhängigkeitstag der Italiener. Google wird es uns noch verraten.
Der Tourismus ist noch nichts so fortgeschritten und die Gemeinde will mit ökologischem und nachhaltigen Angeboten punkten. 
Als wir uns verabschieden, will Anna die Hand von Raimi fast nicht loslassen. Wehmütig knorrt auch Giuseppe ein paar Brocken Schweizerdeutsch aus seinem ledrigen und gezeichneten Gesicht...und wünscht uns buona fortuna...

Gedanken dazu:
-Bis jetzt trafen wir nur wohlgesinnte Menschen. Sie helfen, geben Tips, bewundern unseren Bus, sind zuvorkommend.
-"Questo Qualle" versteht kein Mensch!
-weder die sizilianische noch die kalabrische Mafia haben wir irgendwo wahrgenommen...
-Quallen im Meer kann man anfassen, wenn man es richtig macht!
-Schafe haben auf der Landstrasse Vortritt!
-Die Hupe wurde erfunden, um sie zu gebrauchen. Häufig!
-Jeder zweite kleine Junge heisst in Italien Francesco!