#20 Meteora

...bewahrheiten...wir können das Auto nicht starten. Die Starterbatterie haben wir leergesaugt. Der nette ältere anarchistische Wohnmobilnachbar auf dem Plätzchen ist so nett und hilft uns zu überbrücken. Endlich können wir für unsere Erkundungstour inkl. Kletterei starten. Die ersten Schritte im Steinchen gespickten Zementfels ist gewöhnungsbedürftig. Wir machen eine erste MSL. 5c mit Abständen von 3m ist fordernd. Die Füsse brennen. In der letzten Route will Raimi sich noch vorausgaben. Die 6a fordert und ich bin heiser vom motivieren. Nach dem dritten Haken und 3m darüber passiert dann, was eigentlich nicht passieren sollte, ein kleines Steinchen bricht ihr im Griff aus. Ein Schrei und die fallende Sekunde fühlt sich für uns nach Stundwn an...bis dann das dynamische Seil und das Grigri ihre Dienste zuverlässig verrichten und Raimi nach einem 6m Sturz gebremst wird. Ich schlottere, Raimi sagt im Schock nur: " oh, s Steinli het lo go"...dann klettert sie die Route fertig. Was ich in Leonidio und Kiparassi und Athen schwieriges vorgestiegen bin, klettert sie nun hier. Stehtechnisch ist Raimi unschlagbar und die kleinen einzementierten Steinchen krallt sie sich ohne Probleme. Aber nach dieser Aktion mit gesunder Skepsis. 
In der Nacht am selben Schlafplätzchen werden wir um Mitternacht von der Polizei geweckt und freundlich weggewiesen. Der anarchistische Franzose kennt nichts, zuerst meint er, er verstehe nicht Englisch und dann als eine nette Polizistin plötzlich auch Französisch sprach, liess er sich nicht umstimmen, denn Platz zu verlassen. Viva la Revolution! 
Wir kurven im Pijama umher und stellen den Bus nahe dem Klettergebiet vom nächsten Tag ab. Am Douanifels klettern wir dann eine MSL. Die ersten zwei Seillängen muss ich klettern, da Raimi Angst hat den Weg nicht zu finden, da so selten Bohhaken zu finden sind. Bis ca. 5b klettere ich 75m mit ca. 7 Bolts. Abstände von mehr als 12m sind in diesem Schwierigkwirsgrad also eher psychisch zu meistern. Raimi übernimmt dann die harten Längen, wo sie zwar denn nächsten Haken sieht, aber bei 6a 4-5m über denn Haken zu klettern, naja! Raimi hat halt beim Klettern dicke Eier! Ich verneige mich!
Nebenbei haben wir noch eine wahnsinnige  Biketour unternommen und die Räder um die Türme flowen lassen. 
Schon wahnsinnig, wie und warum die Mönche vor 400Jahren diese Kloster errichten konnten. 
Ein Tag später können wir eine weitere etwas lockere Msl-Tour auf den Ambrataturm machen und werden akribisch von einem weiteren französischen Campingnachbar, wo wir inzwischen eingeckeckt sind, fotografiert.
Er zeigt uns bei der Rückkehr ganz stolz die Fotos und verspricht, uns diese nach Heimkehr am Fête National zuzusenden.