#22 Sarranda, Riviera und Gjipe-Beach

Endlich habe ich Zeit und ein anständiges Wifi, um die vergangenen Tage zu dokumentieren.
Der Grenzübertritt nach Alanien ist speziell verlaufen. Pässe wurden an beiden Stellen nur kurz angeschaut. Fahrzeugpapiere waren begehrter, diese wurden akribisch abgetöggelet. Warum, vermuten wir nur.
Über eine wenig abstrusse Strasse pushen wir unseren Bus. Die Strassen sind schmal, oft fehlen auch Gullidechel oder die halbe Strasse. Wie in Griechenland sind auch Ziegen immer wieder anzutreffen. Einmal ist ein alter Man mit einer Kuh auf der Überlandstrasse mit Halsband am Spazieren. In Sarranda treffen wir auf eine (zu) stark touristisch entwickelte Meeresstadt. Viele Hotels, viele illegale Bauten, viel Abfall...es ist einfach ein bisschen anders. Vom Komunismus in den Kapitalismus? Wir übernachten auf einem überteuerten und doch bereits von Raimi gmärteten Hotelcampingstellplatz. Der supertouristische Ort am Meer hat für uns wenig Charme. Wir besuchen am nächsten Tag den wunderschönen Aber masslos ausgenützten blauen Strand in Ksamil und den archäologischen sehr interessanten Ort  Bruntrut. Danach wollen wir weiter und steuern den Gjipebeach entgegen, wo wir klettern und den Canyon geniessen wollen. Am Porto Palermo machen wir Zwischenhalt und übernachten dort. Auf meiner Erkundungstour am Kap sehe ich mir die historisch interessante Festung von Ali  Pascha an. Im Meer entdecke ich noch ein Kadaver einer riesigen Meeresschildkröte. In einem Restaurant treffen wir einen griechischen Albaner, dem mehrere Hotels und Restaurants gehören. Er erzählt davon und verspricht uns guten selbstgemachten Wein und einen halben Liter Raki. Wir wollen ihn nach dem Klettern in Gjipe besuchen. Gjipe ist dann ernüchternd, die touristische Vereinnahmung hat auch vor diesem natürlichen Ort nicht Halt gemacht. Wir laufen an zwei Tagen die 30min zum klettern und schwimmen in die Bucht, dann ziehen wir weiter. Im Jalebeach besuchen wir Giorgios und er hält, was er versprochen hatte. Für den Wein und den Raki will er keinen Cent annehmen. Am Morgen trinken wir noch Kaffee zusammen und reisen weiter...