Wir habens getan!!! Boahh!
Unsere Recherchen ergaben eine mögliche längere Mehrseillängentour im Durmitorgebiet auf den Lojanik 2091müM. 7 Seillängen im 5 Grad. Der Zustieg wird hart, das sehen wir bereits, als wir den Bus auf
der Passstrasse parkieren. Über eine Wiese mit vielen Schafen geht es zum steileren Part. Hier müssen wir uns in schwitzigen 45min zum Einstieg hochkämpfen, ohne Wegspuren. Meine Analyse des Zustiegs
mit dem Feldstecher vom Bus aus, zeigte sich positiv. Etwas Alpin und tlw. kletternd erreichen wir die wasserzerfressene Kalkplatte! Unglaublich, sowas haben wir während unserer Klettertouren niemals
gesehen. Richtiggehende Murmelibahnen hat das Wasser hier tief eingefurcht. Die Kletterlinie findet sich auch, obwohl in der Route auf 30-35m nur 1-3 Haken zu sehen sind. Mobile Sicherungen können
wir zur Genüge anbringen und auch Raimi kommt in der Halb-Cleankletterei gut zu Recht. Wir klettern ohne Probleme die 300m hohe Wand und seilen uns dann wieder ab. Der Fels ist bombenfest und scharf.
Wir müssen aufpassen, dass wir unsere Seile nicht vom Fels durchschneiden lassen. Wir geniessen nochmals, was die Natur hier geschaffen hat und machen uns danach auf, um den Abstieg hinter uns zu
bringen. Dann fahren wir zum Autokamp, wo wir eine Dusche sooo geniessen. Für den nächsten Tag planen wir den höchsten Berg im Durmitor zu besteigen, der gleichzeitig auch der grösste Gipfel von
Montenegro ist, der ganz im Land liegt. Wir machen uns zeitig, aber nicht früh auf und wandern durch die prächtige Landschaft. Tlw. dürfte der Wanderweg als T4 mit Kletterstellen einzustufen sein.
Dies macht einigen Gipfelaspiranten Mühe. Der Gipfelausblick ist umwerfend. Wir sind eigentlich gemütlich unterwegs, aber sind uns solches Gelände gewohnt, so dass wir in etwas über 3,5h ( die Hälfte
der Angegebenen Zeit) wieder beim Auto stehen. Danach treffen wir auf ein deutsches Paar, mit welchem wir uns austauschen. Wir folgen dem Tipp, doch noch an die Tara raften zu gehen, wo wir dann auch
schlafen können. Das Rafting bei Tara-Tours ist landschaftlich schön und die 40 Leute grosse türkische Reisegruppe haben wir sofort mit meinem Charme eingenommen, als ich ihnen auf Türkisch gesagt
habe, dass ich sie liebe. Seni seviorum! Arkatash! Von den Typen konnte keiner wirklich Englisch, ausser die Reiseleiterin, die dafür gleich mit einer Vielzahl von Sprachen auftrumpfen konnte. Wir
verstanden uns trotzdem sehr gut und es war super lustig. Einer gab mir sogar seine Nummer und verlangte dringenst, ihn in Istanbul zu besuchen. Wir geniessen den Nachmittag beim im Package
enthaltenen Lunch mit Forelle und Kartoffeln und das nicht 50m von der bosnischen Grenze. Genau hier wird auch aus der Tara und der Piva, die Drina...